Veikko Bartel

Mörderinnen & Mörder

„Für True Crime Fans ein absolutes Muss! Abstoßend und faszinierend zugleich. Eiskalt und herzerwärmend.“

Schließen Sie die Augen.
Sie sitzen einer Frau gegenüber, einer sympathischen, zuvorkommenden, liebevollen Mutter zweier Kinder. Sie hat ihr Neugeborenes erstickt. Ein anderer Tag. Ein Mann. Sie unterhalten sich mit ihm über Bach und Bruckner, über die russischen Romantiker. Dann schlagen Sie die Akten auf und blicken auf die Bilder von Leichen zweier Frauen. Er hat ihnen die Kehlen durchgeschnitten. Stellen Sie sich vor, Sie müssten mit dieser Person auch nach dem Blick auf diese Bilder die selbe Luft einatmen, Zeit im selben Raum verbringen, sich mit ihr unterhalten, ihr zuhören, ihr Glauben schenken, sie mit allen Mitteln der Kunst vor Gericht, in der Öffentlichkeit, gegenüber der Presse verteidigen. Würden Sie es tun? Und wenn ja, könnten Sie es tun?
Und jetzt stellen Sie sich vor, das ist kein ausgedachter Plot, sondern die pure Realität. Glauben Sie nicht? – Dann „Herzlich willkommen!“ in der Welt von Veikko Bartel.

Bartel spielt mit dem Leser, treibt ihn an die Grenzen, zeigt ihm das Ausmaß des Übels. Hier geht es wirklich um die Fälle. Nicht um die Verteidigungsstrategie, nicht um das Urteil oder den Prozess (zumindest nicht vorrangig), nur um das Wie und das ewig schwebende Warum……Alles in allem ist Mörderinnen ein Buch, was ich sehr gut lesen lässt, einige Leser aber mit Sicherheit an eine gewisse Grenze treiben wird. Das ist ok so, denn anders als im Gerichtssaal kann man das Buch einfach zuklappen und später weiterlesen. Denn so erschreckend die Fälle auch sind, die Neugier wird siegen und man möchte weiterlesen. Das Buch wird einige Leser an die Grenzen ihrer Vorstellungskraft bringen, an die Grenzen ihrer Emotionen. Aber das Buch wird einige Leser vielleicht auch zum Umdenken bewegen, dass nicht alles so ist, wie es auf dem ersten Blick scheint.

„Bartel beschreibt nicht nur die Taten und was sich dahinter verbirgt, sondern er gibt auch einen tiefen Einblick in seine Arbeit als Strafverteidiger. Und diese Perspektive ist es, die das Buch unterscheidet von so vielen anderen Kriminalschilderungen“, (Berliner Morgenpost)

„Schirachs Kurzgeschichten wirken wie lapidare Kindermärchen gegenüber Bartels Geschichten.“, (Maurice Feiel – Zwischen den Zeilen)